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Versuch über die innere und äußere Zukunft

Wo liegen die geistig-seelischen Bezugspunkte der kommenden Zeit? Gewiss nicht in der kollektivistischen Optimierung des Menschen, wie sie grün-sozialistisch derzeit betrieben wird, umzusetzen als zentralistische Bevormundung auf der Basis von Big Data, vermehrt um genetische Steuerungsimpulse im Namen und auf Geheiß einer woken Elite. Einmal abgesehen davon, dass die Menschen ihre jeweiligen geistigen Bezugspunkte stets regional aus sich selbst heraus schöpften und nie auf dem Verordnungswege empfingen, ist allein der Ansatz einer globalen humanen Konditionierung bzw. aufoktroyierten Denkart ein Unding – die Voraussetzungen dafür sind schlichtweg nicht gegeben. Zu verschieden nehmen sich die über den Globus verstreuten Mentalitäten aus, zu disparat gestaltet sich die Weltwahrnehmung so vieler Kulturen, die in den jeweils zugehörigen Menschen viel zu tief verankert ist, als dass ihre sich daraus ergebende geistig-seelische Mitte mit ein paar administrativen oder auch genetischen Eingriffen steuerbar wäre. Ganz im Gegenteil. Weshalb man sicher darauf rechnen kann, dass es bei fortschreitend übergriffiger Transformation vor allem der inneren Bezugspunkte zu einem spirituellen Rebound-Effekt kommen wird. Anders gesagt ist die Virulenz der geistig-seelischen Selbststeuerung im Menschen so stark, dass die vermeintliche Optimierung durch Bevormundung die Herausbildung der zukünftigen wahren, selbstbestimmten Bezugspunkte noch beschleunigen bzw. regelrecht erzwingen wird.

Und welche könnten das sein? Wo liegt sie denn, die geistig-seelische Mitte der Zukunft? Was ist das natürliche Werte- und Bezugssystem der kommenden Zeit, wenn die verordnete und herbeimanipulierte Gleichheit in Armut fehlschlägt und eine spirituell geleitete Revolte auslöst? Die Autonomie des Ichs wird dabei von zentraler Bedeutung sein, mindestens im Abendländischen, wo die Wahrnehmung des eigenen Ichs aufgrund der jüdisch-christlichen Vorgeschichte tief eingeprägt ist. Doch auch andere Weltkulturen sind davon beeinflusst, die Jahrhunderte westlichen Handels und Wandels haben Spuren hinterlassen. Zu der in Zeiten der Moderne bereits schwer unter die Räder gekommenen transzendentalen Bedürftigkeit gesellt sich demnächst überall also die verordnete individuelle Armut und wird weltweit eine neue spirituelle Symbiose aus Ich und Gott herbeiführen, die allein geeignet ist, genug Kraft einzusammeln, um jene modernen Auswüchse zu besiegen, zu der auch die verordnete Transformation in eine kollektivistische Optimierung gehört.

Es wird in der Folge zu Mischformen kommen aus östlichen Weisheiten, westlichen Gottesbildern und afrikanischem Naturglauben, nur dass im Zuge der individuellen Autonomie eben jenes Glaubenselement zurücktreten wird hinter einen Wissensaspekt, der das Ich auf eine Stufe mit Gott und Natur stellt und damit verschmilzt – doch nicht in der Art, dass alte Allmachtsphantasien neu belebt würden, sondern so, dass die transzendentale Kraft als zentraler Bestandteil und integrale Bedingung individuellen Seins erfahrbar wird. Aus einer solchen, veritablen Kernfusion lässt sich Zukunft reicher und bunter, gesünder und gerechter gestalten, als es im Rahmen grün-sozialistischer Deprivation jemals möglich sein kann.

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