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Die Buche

Aktualisiert: 19. März

Loh brennt die Buche unter Sonnenstrahlen

Im knappen Kleid der rötlich-gelben Blätter.

Ihr Glanz in herbstlich spätem Wetter

Lindert die welken Abschiedsqualen.

 

Tief steht die Sonne, fasst den Baum vonseiten

Des Westens an, kokette Pracht ihm zu bereiten.

Rotzüngelnd von der Blätter schmalen Rändern,

Strahlt sinnlich gelb die Buche auf. Ihr Kleid zu ändern,

 

Kam nie ihr in den Sinn, zu gut weiß sie ums Feuer

Van Gogh’schen Gelbs. Sie wiegt sich in der Hüfte,

Genießt im Sonnenlicht ihr spätes Abenteuer,

Getaucht in trunkne Nebel pilzig herber Düfte.

 

Ein Windstoß lässt die knappe Hülle purzeln,

Hundertfach taumeln letzte Blätter, legen

Sich wie Dessous um ihre schlanken Wurzeln

Und preisen sonnengelb den reifen Segen.


2024 alexander hans gusovius



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