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Furcht und Schrecken

Mit Vernunft vermag man der rasenden Drehung des Mahlstroms, in den wir gelangt sind, nicht Einhalt zu gebieten. Auch emotional ist dem Sog nicht beizukommen, die bedrohlichen, schnell wechselnden Bilder legen sich lähmend auf Geist und Seele und sind in Echtzeit ohnedies nicht zu verarbeiten. Ab einem gewissen Zeitpunkt sind Täter und Opfer, sind Antreiber und Getriebene darüber hinaus wie gesichtslos geeint in der gleichgültigen Arithmetik der entfesselten Kräfte. Erst wenn die Bilder im Schlussbild erstarren, werden wir die Verwüstung in ihrem ganzen Ausmaß, in ihrer erhabenen Perfidie begreifen und versuchen können, ihrer Herr zu werden. Bis dahin ist es ratsam, sich am Rande des Mahlstroms aufzuhalten.

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