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Gedanken 2023, Woche 10

(1) Der dialektische Materialismus, der Kommunismus wie Kapitalismus gleichermaßen grundiert, zählt zu den Folgen cartesianischer Selbstüberhebung. Er aber ist es, der den lebendigen Verstand breitflächig um sich selbst gebracht hat und, aseptisch bis zur Toxizität, in unseren Tagen die totale Kontrolle anstrebt: in kommunistisch-kapitalistischer Wiedervereinigung, Seit an Seit.


(2) Wehmut ist ein Gefühl von epischer Breite, das sich gern schlank macht, um bis in die letzten Winkel der Seele zu gelangen.


(3) Die katholische Kirche hatte nicht nur schlechte Gründe, warum sie Lesen und Schreiben dem einfachen Volk vorenthalten wollte. Nun ist die Volksbildung da, mit all ihren wissenschaftsgläubigen, scheinklugen Implikationen...


(4) Wir erleben die dialektischen Flegeljahre des menschlichen Geistes: der pubertäre Pöbel suhlt sich im kalten Schweißgeruch simpelster Algorithmen.


(5) Wenn stabile Verhältnisse ernsthaft aus dem Ruder laufen, macht sich das bei den vertrauten Bildern bemerkbar, die erst an den Rändern zu flimmern beginnen, bald zur Gänze irisieren, dann verschwimmen und zuletzt völlig zerfließen: um sich endlich als das zu erweisen, was aus einstmals gefügten Verhältnissen unterdessen geworden ist, eine Fata Morgana.


(6) Jeder gegen jeden: wenn sich die Anzeichen dafür mehren, naht das Ende der Pein, löst sich der herrschende Diskurs im Kern bereits auf.


(7) Zur Frage der von Jens Spahn aufgeworfenen Frage nach dem Verzeihen: Die immense Schuld, die manch einer im Zuge der indoktrinierten „Zeitenwende“ hin zum rotgrünen Obrigkeitsstaat auf sich geladen hat und noch laden wird, drückt lebenslang härter zuboden, als jegliches Verzeihen an Entlastung bringen könnte. Darum zu wissen genügt durchaus.


© 2023 alexander hans gusovius

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