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Gedanken 2023, Woche 20

(1) In unruhigen Zeiten reißen seelische Lücken zu abgrundtiefen Löchern auf, die uns zu verschlingen drohen.


(2) Tricksen und Täuschen sind der Guano geistigen Fortschritts. Tatsächlich ist von all dem verlogenen Mist, der in diesen Jahren verzapft wird, der geistige Boden perfekt gedüngt und leben wir, entgegen dem Augenschein, in äußerst fruchtbaren Zeiten für substantielle Gedanken und schöpferische Unruhe. Feiern wir die Genese rettender Heimstatt und kreativen Schaffens!


(3) Zerfall ist Umwandlung, keine Auflösung. Kultureller Niedergang kann sogar in Steigerung umschlagen. Bleiben wir daher wach, erregen wir uns kontemplativ nur in Maßen über das Geschehen um uns her!


(4) In der Wissenschaft spricht man von dunkler Energie und anderen rechnerisch schlummernden Kräften im Universum, die unsere Energiegewinnung revolutionieren könnten: falls wir lernen sie anzuzapfen. Es seien dann locker 25 Milliarden Menschen und mehr auf dem Planeten zu ernähren. Indem wir die Welt mit Düngeverboten und Windkraftanlagen allerdings ins 18. Jahrhundert zurückprügeln, wird dergleichen wohl nicht gelingen. Doch ist eine weiter steigende Erdbevölkerung auch gar nicht gewünscht: so besorgt, wie die Eliten der Welt um ihre Privilegien sind.


(5) Es ist ein solcher Grad an wissenschaftlicher Degeneration erreicht, dass bereits vor Unwissenschaft oder Aberwissenschaft zu warnen ist.


(6) Die Zeit entwickelt sich auf Gott zu, nicht von ihm weg. Jenseits der Frage, ob Gott real ist, als System oder universales Bewusstsein, tritt hier der Fehler von Idealisten und Kreationisten, Materialisten und Evolutionisten offen zutage. Sie denken alle von den vermeintlichen Folgen auf die vermeintlichen Ursachen hin, also rückwärts, doch verhält es sich genau umgekehrt: Ende ist eigentlicher Anfang, Folge eigentliche Ursache et vice versa...


(7) Glück ist Gelingen ohne aktives, bewusstes Mitwirken. Wir wissen, dass es uns darum nur bedingt zusteht, und fühlen uns umso stärker zu ihm hingezogen, als wir die Erfüllung unseres passiven, unbewussten Wirkens darin erblicken und dafür belohnt werden wollen. Glück, vermeinen wir, überwölbe, berge, vollende uns: gleichzeitig sind wir verwundert und enttäuscht, dass wir so wenig davon haben. In Wahrheit ist Glück etwas ganz anderes, und zwar die eher seltene, momenthafte und meist indirekte Teilhabe an höherer Wahrheit. Mit allerdings weitreichenden Folgen. Verdienen kann man es sich nicht. Man kann es aber durch sehr persönliche Wahrhaftigkeit locken, die aktives und passives Wirken in eins setzt.


© 2023 alexander hans gusovius


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