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Gedanken 2024, KW 27

 (1)  Wenn Jesus von Nazareth wirklich gelebt und gewirkt hat (woran kein Zweifel besteht), dann hat ihn seine gesamte, tief in der Thora wurzelnde und sie weit öffnende, auf die ganze Welt hin transzendierende Denkart in seinen eigenen Augen ganz zweifellos als Messias erwiesen. Im selben Sinnkontext steht auch die Selbstwahrnehmung als Gottes Sohn. Es versteht sich von selbst, daß jener, der die Gotteswahrnehmung aus dem Gesetzhaften ins Seinshafte hebt und transzendiert, Gott zutiefst wesensverwandt ist. Störend ist darum die Mühe, die mittels Wundererzählungen auf begleitende Beweiskraft verwandt wird. – Der nach Jesus nächste göttlich Begabte müßte, wenn er im Alten und im Neuen Testament wurzelt, dann wohl Gottes Enkel sein. 

 

(2)   Lügen sind imgrunde unproblematisch. Jeder kennt sie, jeder nutzt sie, mit etwas Übung detektiert man sie. Im schlichten Einzelfall sind sie dem Irrtum verwandt und würzen den Alltag bzw. richten keinen größeren Schaden an. Verhängnisvoll dagegen sind perpetuierte Lügen, die sich zu einer Serie von aufeinander abgestimmten Lügen, zuletzt zum Lügengeflecht auswachsen. Dann nähren sie sich von der Wahrheit wie Tumore von gesundem Fleisch. Solche lang laufenden Lügen, wie die kommunistische Heilslüge, sind ab einem gewissen Zeitpunkt nahezu nicht mehr zu widerlegen. Ihre zersetzende Auswirkung auf Wahrheit und Wirklichkeit ist enorm.

 

(3)  Der wahre Antagonist des Kommunismus ist nicht der Kapitalismus, mit dem er einiges gemein hat. Es ist der Katholizismus. Bedenklich wird es, wenn letzterer mit ersterem gemeinsame Sache macht.

 

(4)  Kommunistisch orientierte Geistliche tragen einen schreienden Widerspruch in sich. Was ist erst mit einem kommunistisch denkenden Papst? Sphäre des Antichristen!

 

(5)  Es ist nicht wenigen gegeben, die Wahrheit in sich zu verschließen und sich mit staatlich verordneten Lügen zu arrangieren, wenn nicht gar auskömmlich mit ihnen zu leben. So entziehen sie sich den sonst drohenden, drakonischen Strafen bis hin zur bürgerlichen oder physischen Vernichtung. Inwieweit sie durch die in ihnen verkapselte Wahrheit seelischen und in der Folge auch physischen Schaden nehmen, ist damit nicht gesagt.

 

(6)  Gottesbeweise tragen immer den Keim der Widerlegbarkeit in sich, und es haftet ihnen stets etwas Verzweifeltes an.

 

© 2024 alexander hans gusovius


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