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Gedanken der 51. Woche

(1) Blockchain und der Traum individueller, absoluter Sicherheit vor räuberischer Gefahr vulgo staatlichem Zugriff? Skepsis ist angebracht. Wenn alles so sicher ist, wie man es darstellt, ruft das viele, insbesondere jene auf den Plan, die sich an jeder Form individueller Absicherung und Freiheit stören. Man darf davon ausgehen, dass sie die Blockchain-Tech als unmittelbare Gefahr für ihre Agenda begreifen, so dass sie auf Mittel und Wege sinnen, daran etwas zu ändern, und sei es mittels Sanktionen, Pressionen, Verboten… Unwahrscheinlich? Wer hätte gedacht, dass man auch Wahlen und Verfassungen auf eben diese Weise effizient aushebeln kann?


(2) Weihnachten '22: Gefühlt die dritte Kriegsweihnacht… Zwar soll man mit solch schwerwiegenden Vergleichen vorsichtig umgehen: wer weiß schon, was noch alles kommt! Doch ist der Verlust des Vertrauten, des Verlässlichen, des frei gegründeten Lebens so wenig zu leugnen wie die aufziehende Mangellage und Not. Feierliche Freude, entspanntes Behagen gar, stellte sich jedenfalls nicht ein. Zur Jahreswende kann es kaum anders sein, das Werk der Zerstörung wird auch im neuen Jahr fortgesetzt und sich vorhersehbar noch beschleunigen.


(3) Wittgenstein war ein ausgemachter Simpel. Seine schwerwiegende Erkenntnis: blau ist, was wir blau nennen. Dass die Bedeutung der Wörter ihrer Verwendung entspricht und nicht realem Gehalt, ist so banal wie in nicht wenigen Fällen falsch. So kennen wir viele Wortfügungen mit lautlicher Sprachbedeutung und wohnt allen Wörtern letztlich auch ein realer Bezug, sogar seelischer Gestus inne. Die Mittlerposition der Sprache zwischen Geist und Materie bedingt geistige und substantielle Fügung auf allen sprachlichen Ebenen. Der Wittgenstein’sche Irrtum in dieser Sache ist der Irrtum der sozialistischen Denkart: Sprache sei Kommunikation, relationaler Weltbezug und sonst nichts. Auf ähnlich schmalem Gleis fährt der Zug der weltrettenden Zeitenwende.


(4) Kürzlich beim Zahnarzt niemand im Wartezimmer, Maske unters Kinn gezogen. Eintritt weiterer Patient ohne Maske, worauf selber die Maske abgenommen. Eintritt Sprechstundenhilfe, ebenfalls maskenlos, die mich ohne jeden Kommentar ins Behandlungszimmer bittet. Paradies.


(5) Von etwas Licht im Dunkeln sollte man nicht auf beginnende Helligkeit schließen. Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein Zug sein...


(6) Idealismus steckt auch in den übelsten Vorhaben: wie nichts anderes löst er die Fesseln von Gewissen, Pflicht und Verantwortung. Indem man Begeisterung fühlt und weckt, entwickelt man darüber hinaus ungeahnte Kräfte und rekrutiert jede Menge Mitstreiter. Im idealistischen Kalkül erreicht das Verderben seinen Höhepunkt.

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