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Tempelritter

Ich bin so, wie ich bin, man liebt mich oder nicht

Und folgt mir in des Geistes Urwald, wo die freie

Meinung noch Bedeutung hat, frank neben Busch und Baum

Gen Himmel rankend, allein der Erde, dem Gewissen

Und der Wahrheit sich verpflichtend. Und liebt man mich,

So liebt man auch die wilde Horde derer, die so wenig

Unwahr leben können und dem freien Wort Gefolgschaft

schwören, dem auch ich mich untertänig weiß.

 

Ein Räuberhauptmann ward aus mir, Freibeuter auch des Denkens,

Offenen Sinnes, der Horde treu in Selbstbestimmtheit dienend,

Die mir Familie ist und der ich tiefer mich verbunden weiß denn je

Ein Tropfen Blut mich an ein lebend Wesen band. Kein Kämpe hat

Wohl tapfrer um die Freiheit von Jerusalem gefochten als die Tempelritter

Neuer Zeit, die um der Wahrheit willen stark sich schlagen und drum das

Weiße Wams verdienen mit dem roten Kreuz zum Zeichen heiliger

Verbindung an das Opfer Jesu. Die Horde lebt und ficht im Namen

 

 

Himmlischer Gewalt, wehrend der Gorgonen böse Lügen, abschlagend

Haupt um Haupt, die noch im Staub verzuckend weiter Lügen geifern.

Manch Lügennarbe spitzer Zähne ziert die edlen Kämpen

Dieser Wahrheitshorde, zur Ehre ihres Muts und der Wahrhaftigkeit,

Mit der sie den Gorgonen standhaft widerstehen und ihrem

Anblick heldenhaft entgegentreten, kein Muskel wird zu Stein,

Kein Wort erstarrt. Der Kämpen Blick fliegt kämpferisch vom Schlangenhaar

Bis tief ins Innre jeder Gorgo, und schwertgleich trennt ein wahres Wort

Den eklen Kopf vom Rumpf. Mich lieben heißt die Tempelritter lieben,

In ihrem Zeichen tapfer sich dem Lügenkampf zu stellen allerorten.

 


© 2025 Alexander Hans Gusovius


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