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Verlassen?

Die ganze Welt hat mich mit dir verlassen,

Ich bin allein wie seit Jahrzehnten nicht

Und kann die düstre Wiederkehr nicht fassen.

Am Ende dieses schwarzen Tunnels ist kein Licht.

 

Wo ich mich auch hinwende, grinst Verlassenheit

Mich an. Ich atme schwer, die Augen tränen,

Und tief erschüttert sehnt‘s mich nach der frohen Zeit

Mit Menschen, die sich meine Nächsten wähnen.

 

Die ich nicht finde. Abgetaucht auch sie im Karussell des Nichts,

Derweil ich um den absoluten Nullpunkt kreise,

Beraubt des heiligen Versprechens künft’gen Lichts,

Dem ich trotz aller Düsternis entgegenreise.

 

Ich kann kaum lassen von der alten Zuversicht,

Daß ich geborgen bin im Flechtwerk dichten Sinns.

Fügung mich immer trug. Daraus erhellt die Pflicht,

Daß dies der Auftakt sei ganz neuen Welt-Log-ins.

 

Und nun versteh ich, du bist bei mir alle Zeit,

Und ich bei dir, in nicht zerstörter Zweisamkeit,

Und all die Schwere jener Düsternis und Dunkelheit

Ist nur ein Abbild deiner leiblichen Vergänglichkeit.

 

Doch nicht des ewig hellen Seins, mit dem du mich begleitest,

Und das beweist mir, daß ich wirklich nicht verlassen bin,

Sondern du mich durch deinen Tod zu neuer Fügung leitest.

Jenseitig Licht führt mich zu höchstem Sinn.

 

© 2025 Alexander Hans Gusovius


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