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Gedanken 2024, KW 19

Aktualisiert: vor 7 Tagen

 

 

(1)  Heidegger, ein veritabler Laubbläser unter den Philosophen: viel Lärm um Abgestorbenes, jede Menge künstlicher Wind.

 

(2)  Die Moderne hat ihr Gefühl von Gottverlassenheit nicht ohne schwerste Verluste ignoriert.

 

(3)  Um Erdölvorkommen rankt sich offenbar ebenfalls eine Märchenwelt. Nicht nur, dass sich leergepumpte Ölfelder nachzufüllen scheinen, sondern es gibt auch Hinweise darauf, dass Erdöl nicht fossilen Ursprungs sein könnte. 

 

(4)  So manche wissenschaftliche Gewissheit rührt daher, dass sie in den Rang von Glaubensartikeln erhoben ist und kaum jemand sie noch hinterfragt. Besonders anfällig für Glaubensverschiebungen sind wissenschaftliche Großmetaphern à la Urknall, Evolution usw.

 

(5)  Gott ist wirkender Logos, keine handelnde Person. Von Vater, Sohn und Heiligem Geist überzeugt letzterer mit der größten Plausibilität. Erstere beide sind Metaphern aus menschlicher Frühzeit.

 

(6)  Sich gegen die übelsten politischen Entwicklungen der Gegenwart entschieden zu positionieren, ist gewiss richtig. Sich irgendeiner politischen Seite zuzugesellen, eher nicht. Der Versuch, sich durch Parteizugehörigkeit zu artikulieren, muss scheitern.

 

(7)  Jegliches Verhängnis der Gegenwart ist aus denselben Quellen gespeist wie sein denkbares Gegenteil und unterliegt letztlich kollektiv-geistiger Verantwortung.

 

 

© 2024 alexander hans gusovius


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