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Gedanken der Woche

  • Der "Klartext" der vermeintlich "Letzten Generation" ist getragen von Langeweile, Dekadenz, Überdruss. Man setzt auf Faulenzerei und Viertelbildung, auf Parolen und Wundergläubigkeit, auf Kadavergehorsam und Gruppenzwang und ist erfüllt von schneidender Eitelkeit und dröhnender Unbarmherzigkeit.

  • Mögen die Herausforderungen an die Welt im 21. Jahrhundert und danach auch gigantisch sein, wirtschaftlich, ethisch, organisatorisch: mit dem ideologischen Rüstzeug des 20. Jahrhunderts, vermehrt um digitale Superpower, führt der Weg noch sicherer in den Abgrund. Die "Große Transformation" krankt aber vor allem daran, dass sie kein freiheitliches Gewissen hat und transzendental unterbelichtet ist.

  • Zur gegebenen Zeit wird die "Transzendenz des Faktischen" in Buchform zu gießen sein. Bis dahin müssen meine fünfzig, zugegeben mitunter etwas kryptischen, Doppelthesen für das große Ganze einstehen (s.o.).

  • Fakten besitzen keine absolute Bedeutung, sondern können je nach gelebtem Zusammenhang und transzendentaler Tiefensicht andere Dynamik entfalten und neue Wertigkeit gewinnen und weisen insofern jeweils andere Faktizität auf.

  • In „Joseph und seine Brüder“ erliegt Thomas Mann der größten Gefahr seines Schreibens, der Manieriertheit. Die überbordende stilistische Koloratur erdrückt den Stoff, die ziselierende Ironie wirkt aufgepfropft. Langeweile entsteht.

  • Die derzeit das Sagen haben, sind historische Trittbrettfahrer: infam begabt, hochgradig verschlagen. Als Kreative taugen sie so wenig, dass sie nicht mal das Rad erfunden hätten, an dem sie nun transformatorisch groß drehen.

  • Wer sich der Wahrnehmung verweigert, dass nichts auf dieser Welt von Bestand ist, überhört die transzendentale Botschaft der faktischen Welt, vernimmt nicht ihre Nachrichten aus den dynamischen Schichtungen des Seins.

  • Das Verharren im festgesetzten Rahmen ist gleichbedeutend mit dem Verlust fortwährender Umgestaltung. Ein Regenwurm mag wie die "Letzte Generation" auf die Dynamik der faktischen Welt verzichten können, das absolute Dunkel ist ihnen alles. Seelen, zur Lichtschau begabt, müssen verkümmern, wenn sie dem Stillstand frönen.

 
 
 

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